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Roadbook Tour 4.1
 

Malerisches Daadetal

 Besiedlungsformen sind im Daadetal bereits in vorchristlicher Zeit nachgewiesen. Um 850 hatte das St. Blasiusstift Güter im Bereich des heutigen Daadetals.
 Bis um ca. 1750 befanden sich im Tal unterhalb von Daaden mehrere Eisen- und Kupferhütten sowie einige Hammerwerke. Das hier verarbeitete Erz wurde ausschließlich vor Ort gewonnen. Die letzte im Jahre 1964 stillgelegte Grube war der Füsseberg. Bis zu einer Tiefe von 1100 m grub man sich in die Erde hinein.
 Zum Daadetal gehören die Gemeinden Emmerzhausen, Mauden, Derschen, Daaden, Biersdorf, Niederdreisbach und Schutzbach.
 Unsere heutige Mountainbikestrecke, die aber ebenso zum Wandern wie auch zum Reiten geeignet ist, beginnt an der Skihütte Emmerzhausen. Hier können wir unser Auto parken. Diese Skihütte ist leicht zu finden wenn man oberhalb von Emmerzhausen -von Emmerzhausen kommend-, in einer leichten Linkskurve der Beschilderung folgend rechts abbiegt .
 Die Skihütte liegt recht exponiert und hat historische Bedeutung als Wiege des Westerwälder Skilaufes. Wir folgen unserer topografischen Karte zunächst in nordöstlicher Richtung und gelangen nach wenigen Hundert Metern auf die Truppenübungsplatzbegrenzungsstraße, einem Sandweg, der uns zunächst auf die Straße von Emmerzhausen nach Lippe führt. Wir folgen dieser Straße einige Meter um dann nach links auf den Hellerhöhenweg abzubiegen. Nun liegt ein fast 20 km langer Downhill vor uns. Wir machen fast 400 Höhenmeter ”kaputt” bevor wir in Grünebach den niedrigsten Punkt unserer Tour erreicht haben. Zwischendurch bietet sich am Hohenseelbachskopf die Möglichkeit einer zünftigen Einkehr.
 Wir folgen unserem Plan und dem parallel zum Daadebach verlaufenden teils geteerten und teils abgesandeten Wirtschaftsweg über Schutzbach, Niederdreisbach, bis Daaden. Hier sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, vielleicht  für ein Eis oder zur Besichtigung der wunderschönen alten Fachwerkhäuser.
 Weiter geht’s am Schwimmbad vorbei in Richtung Emmerzhausen. Bald taucht im malerischen Wiesental die sehr schön restaurierte Steinchens Mühle vor uns auf (s. Foto), deren Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen.
 Der Weg wird nun ein wenig steiler und wir durchfahren oder -wandern oder -reiten typische Hauberge des Siegerlandes. Hier wurde in früheren Jahren eine Wechselbewirtschaftung betrieben, d.h. es wurde für mehrere Jahre eine Waldbewachsung zugelassen, die überwiegend aus Buchen, Eichen und Birken bestand. Wenn dieser Jungwald etwa nach zehn Jahren der Holzverkohlung zugeführt wurde, wurden die Flächen gerodet und mehrere Jahre mit Hafer, Gerste
 und Roggen eingesät. Danach ging man zur weidewirtschaftlichen Nutzung über.
Diese wurde fortgeführt bis sich wieder Wald gebildet hatte usw. Nach einigen strammen Anstiegen und schönen Aussichten auf Emmerzhausen erreichen wir wieder die Skihütte Emmerzhausen.

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