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Roadbook Tour 5.2

Hachenburg, Kroppacher Schweiz

Am östlichen Ausgang von Hachenburg wurde vor ca. 20 Jahren das Landschaftsmuseum Westerwald angesiedelt. Einige alte, wieder aufgebaute und restaurierte landwirtschaftliche Fachwerkgebäude kennzeichnen dieses sehenswerte Museum. Hier kann man sich sehr gut über die Lebensweise unserer westerwälder Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten informieren. In unmittelbarer Nähe dieses Heimatmuseums befindet sich ein kleiner Parkplatz, auf dem wir unser Auto stehen lassen können. Durch den Burggarten geht’s in westlicher Richtung auf das Schloß Hachenburg zu. Zu Füßen dieses herrschaftlichen Gebäudes steht noch auf einem hohen Sockel der Kaiser Wilhelm I. Das Schloß wurde vor etwa 25 Jahren an die Deutsche Bundesbank verkauft und dient dieser nun als Ausbildungsstätte. Vorbei am Schloß geht’s weiter in Richtung historische Altstadt von Hachenburg (nicht zu verwechseln mit dem Ortsteil Altstadt von Hachenburg) und bald erreichen wir die gute Stube von Hachenburg, den alten Markt. Ein saynischer, ganz offensichtlich mutierter Löwe mit zwei Schwänzen ziert den alten Brunnen. Man sollte sich hier schon ein paar Minuten Zeit nehmen und mal in die Runde schauen. Aber auch in den Seitengässchen gibt es viel zu sehen, und man muss nicht besonders sensitiv sein, um hier den Geist der Jahrhunderte zu spüren. Gem. Plan fahren wir weiter zum Bahnhof, überqueren die Straße Hachenburg-Nister und gelangen bei der Nistermühle -einem Reiterhof- in das Tal der großen Nister. Hier auf diesem Reiterhof hat sich während des ”1000jährigen Reiches” der erste Bundeskanzler der BRD Konrad Adenauer vor seinen Verfolgern versteckt. Eine große Bronzetafel kündet noch heute von dem großen Gast. Nur etwa 2 km sind es noch bis zur Zisterzienterabtei Kloster Marienstatt, dessen Anfänge auf das 13. Jahrhundert zurück gehen. Ganz besonders sehenswert sind hier die Basilika mit dem aufwendigen Chorgestühl sowie die Bibliothek und natürlich das Brauhaus, in dem die Mönche ein äußerst wohlschmeckendes, dunkles Bier herstellen. Auch der Natursteinbrücke aus dem 16. Jahrhundert sollte man einen Besuch abstatten. Weiter geht die Fahrt entlang der großen Nister bis zur Freizeitanlage Astert. Hier kann man sich ruhig mal ne Pause gönnen. Wir fahren weiter an der großen Nister bis wir nach nur zwei Anstiegen und mehreren Kilometern Fahrt das ‘Deutsche Eck’ des Westerwaldes bei Heimborn erreichen. Hier trifft die kleine Nister auf die große Nister und zusammen legen die beiden den restlichen Weg von etwa 20 km bis zur Mündung in die Sieg bei Wissen zurück. Ach ja, wussten Sie schon, dass die Nistern (es gibt davon mindestens 10 unterschiedliche wie große Nister, kleine Nister, schwarze Nister, Hornister usw.) den gesamten hohen Westerwald, den oberen Westerwald und den Sieg-Westerwald durchziehen. Viele Dörfer haben sich nach diesen Bächen ihre Namen gegeben wie z.B. Nister-Möhrendorf, Nister, Nisterau, Nisterbrück, Nistertal usw.) Wir überqueren bei Heimborn die zusammengeflossenen Nistern und fahren auf der linken Seite flussabwärts weiter. Nachdem wir die Straße von Kroppach nach Mörsbach überquert haben noch ein schöner Waldweg, in dessen mittleren Verlauf sich auf der rechten Seite eine Kolonie von Fischreihern niedergelassen hat und wir erreichen den niedrigsten und gleichzeitig westlichsten Punkt unser heutigen Tour, die Gemeinde Stein-Wingert. Hier hat das Hachenburger Urgestein Heinz Adam eine alte Mühle gekauft und liebevoll restauriert. Auf anderen Wegen und teilweise an der kleinen Nister vorbei führt der Weg zurück über Heimborn, Kundert, Limbach ,Streithausen wieder nach Hachenburg.

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